Mein Kampf gegen den Schwindel

 

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Zauberkräfte werden ersehnt ... (21. August 2014)

Dass es nicht leicht werden würde, wusste ich. Aber manchmal wird doch das kleine Mädchen in mir wach und bettelt um Zauberkräfte, die alles wieder heil und einfach machen.

Der Tag heute war durchwachsen. Der Boden war ziemlich weich und wackelig und bestimmt sah ich des Öfteren aus wie ein Seemann auf seinen schwankenden Planken. Hoffentlich bekomme ich nicht diesen typischen Seemansgang, den Matrosen haben, wenn sie ihr Leben lang zur See gefahren sind.

Trotzdem habe ich mich aufgerafft und bin mit meinen Walking-Stöckern ums Eck gegangen, manchmal im Kopf mein Mantra “Ich schaffe das. Ich kippe nicht um.” murmelnd. Ich kippe in der Regel ja auch nicht um, wobei es mir vor 3 Wochen tatsächlich passiert ist, dass ich zu Hause in der Dusche umgefallen bin und später auch noch einmal. Vielleicht machen diese Erlebnisse es dieses Mal so schwer, aus dieser Schwindelattacke schneller herauszukommen?!

Mittlerweile schlage ich mich 9 Monate mit Schwindel (Drehschwindel, Gangunsicherheiten, Gleichgewichtsstörungen) herum. Ursache war damals der Ausfall meines linken Gleichgewichtsorgan. Der HNO damals meinte, es sei nicht nötig zu behandeln, sondern würde sich ganz von allein “annähern”. Der HNO, bei dem ich jetzt direkt nach meinen Umfall-Erlebnissen war, sah das total anders und war schier entsetzt, dass damals und auch in den Wochen danach nichts unternommen wurde.

9 Monate Ärztemarathon folgten, damit endlich einer die Ursache für meinen nicht enden wollenden Schwindel fand. Zum Glück bin ich kerngesund (bis auf den Gleichgewichtssinn im linken Ohr, der noch immer unter 50 % liegt und laut HNO die Ursache für diese Schwindelattacke ist), aber die Monate haben mich zermürbt. Immer wieder schlug der Schwindel zu und machte mir Angst. Anfangs hatte ich sogar richtige Panikattacken mit Herzrasen, Übelkeit, Schweißausbrüchen, Unruhe und Angst. Damit kann ich mittlerweile gut umgehen. So schlimm werden sie nicht mehr. Aber die Angst ist doch immer wieder in mir hochgekrochen.. Ich bin sensibler geworden. Achte total auf meine Körperreaktionen. Forsche nach Anzeichen für Schwindel. Natürlich oftmals unbewusst. Aber jede Reaktion, die anders ist oder wie Schwindel sein könnte, macht die Angst stark und bereitet ihr den Weg. Das ist eine Teufelsspirale …

Aber ich schweife ab, wollte doch vom heutigen Tag berichten. In mir war eine Unruhe. Ich hatte Druck im Kopf und in den Ohren und wahrscheinlich zu viel Zeit, damit ich das genau beobachten konnte.

Nachmittags war ich wütend auf diese Empfindungen und bin auf das Gartentrampolin gegangen und mich trotzig ausgepowert. Ich bin mit dem Gedanken “Na, bitte schön, jetzt bekommst Du (Schwindel), was Du willst. Ich hüpfe jetzt ohne jegliche Rücksicht und Vorsichtsmaßnahme auf diesem wackeligen Ding herum, bringe alles im Kopf so richtig durcheinander, damit Du dann zufrieden zuschlagen kannst!” Nach dem “Sprunganfall” ging es mir besser.

Abends bin ich dann noch kurz aufs Fahrrad – zugegeben mit einem mulmigen Gefühl. Dennoch hab ich mich draufgeschwungen. Nicht lange, nur für eine halbe Stunde, aber auch hier ist nichts passiert. Danach war ich leicht wackelig.

Ich bin zu ungeduldig. Das sagt mir jeder. Aber hat man nach 9 Monaten Schwindelerfahrung nicht das Recht, ungeduldig zu sein?!

Bitte, bitte, lieber Zauberfee, schwinge im Schlaf heute Nacht Deinen Zauberstab über mich und zauber mich in eine feste, aufrechte und starke Welt zurück …

30.8.14 15:22
 


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